Bodenkunde – ASPA Automatisierte Säulenperkolationsanlage
Förderkennzeichen: KF 2201007MK9 und KF 2325001MK9
ASPA - Einführung
Hintergrund
Mineralische Abfälle und Bodenmaterial sind zusammen mit jährlich etwa 200 Mio. t in Deutschland der größte umweltrelevante Stoffstrom. Mit der Novellierung der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung (BBodSchV) und der zukünftigen Ersatzbaustoffverordnung wird die ordnungsgemäße und schadlose Verwertung von diesen Materialien sowie von industriellen Nebenprodukten und Recyclingstoffen bundeseinheitlich geregelt. Dafür wurden neue Verfahren zur Eluatgewinnung eingeführt, auf deren Grundlage die Quellstärke von mineralischen Abfällen zuverlässig ermittelt werden kann. Im Januar 2009 wurde die DIN 19528 für das Säulenperkolationsverfahren und die gemeinsame Untersuchung von organischen und anorganischen Stoffen verabschiedet.
Kooperationsprojekt
In einem Kooperationsprojekt mit der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) entwickelte ecoTech Umwelt- Meßsysteme GmbH zwischen Januar 2010 und August 2011 eine Automatisierte Säulenperkolationsanlage (ASPA), die exakt an die Anforderungen der DIN 19528 angepasst wurde. Die Notwendigkeit einer Automatisierung ergab sich aus dem Bedarf, Probenahmen auch außerhalb laborüblicher Arbeitszeiten zu ermöglichen. Verschiedene Ausstattungsoptionen lassen sich flexibel kombinieren, wodurch unterschiedliche branchen- und materialspezifischen Anforderungen erfüllt werden. Der Aufbau der ASPA entspricht den arbeitstechnischen und ergonomischen Ansprüchen des Laboralltags.
Kooperationspartner
ecoTech Umwelt-Meßsysteme GmbH, Bonn
Toralf Keller, Dr. Stefan Wessel-Bothe
BAM Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung, Berlin
Fachgruppe 4.3 Abfallbehandlung und Altlastensanierung
Arbeitsgruppe Altlastenbehandlung und Umwelttechnik
Dr. Ute Kalbe, Andrea Bredow
E-Mail: ute.kalbe@bam.de
Die Erstellung und Programmierung der SPS sowie des PC- Perkolationsprogramms erfolgte durch Ingenieurbüro Plischke, Kaiserslautern.



